Zahlungsverhalten in Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, der Schweiz und Ungarn untersucht.
Hoher Anteil fristgerechter Zahlungen in der Schweiz und Deutschland / Vergleichsweise niedrigere Anteile in Ungarn und Bulgarien / Kaum Forderungsausfälle in Großbritannien und der Schweiz / Verschlechterung der Zahlungsmoral erwartet
Hamburg, 31. Juli 2009 – Unternehmen in der Schweiz und in Deutschland profitieren von einem relativ hohen Zahlungsniveau ihrer Kunden. So lautet ein Ergebnis der EOS Fünf-Länder-Studie 2009 „Europäische Zahlungsgewohnheiten“. Für die Studie hat die internationale EOS Gruppe, Anbieter in den Bereichen Informations-, Debitoren- und Forderungsmanagement, gemeinsam mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Ipsos 1200 Unternehmen in fünf europäischen Ländern befragt.
Der Anteil fristgerechter Zahlungen liegt in der Schweiz bei 75 % und in Deutschland bei 77 %. Demgegenüber werden in Großbritannien 59 % der Rechnungen termingerecht beglichen, in Bulgarien 53 % und in Ungarn 21 %. Im Durchschnitt gewähren die befragten Unternehmen ihren Kunden eine Zahlungsfrist von 31 bis 33 Tagen. Mit Ausnahme von Deutschland: Dort ist das Zahlungsziel mit durchschnittlich 25 Tagen deutlich kürzer gesetzt. Eine mögliche Folge von säumigen Zahlern sind finanzielle Engpässe bei Firmen. Bereits jedes dritte ungarische Unternehmen (29 %) war aufgrund von Zahlungsverzögerungen oder -ausfällen schon einmal in seiner Liquidität gefährdet.
Säumige Zahlungen bedeuten für Unternehmen nicht gleichzeitig eine hohe Forderungsausfallquote: So bezahlt ein Großteil der Briten ihre Rechnungen nicht fristgerecht (59 %).
Dennoch müssen britische Unternehmen – genauso wie Schweizer – nur 1,4 % aller Forderungen tatsächlich abschreiben. Das ist im Ländervergleich der niedrigste Wert. Unternehmen in Ungarn (5,3 %), Bulgarien (4 %) und Deutschland (2,1 %) verzeichnen einen deutlich höheren Forderungsausfall. Länderübergreifend blicken die Befragten eher pessimistisch in die Zukunft: Ein Großteil – 49 % – rechnet mit einer Verschlechterung der Zahlungsmoral in den nächsten zwei Jahren. Eine Mehrheit (82 %) der befragten Manager geht von einer Zunahme der Privat- und Unternehmensinsolvenzen aus.
Hans-Werner Scherer, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe, zur Zielsetzung der Studie: „Die Ergebnisse der Studie liefern Unternehmen, insbesondere wenn sie international agieren, wichtige Hinweise für die Organisation ihres Kredit- und Forderungsmanagements. Sie sollen ihnen dabei helfen, ihr Geschäftsrisiko gering zu halten“.
Zur EOS Fünf-Länder-Studie 2009 „Europäische Zahlungsgewohnheiten“
Gemeinsam mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Ipsos befragte die EOS Gruppe im Frühjahr 2009 insgesamt 1200 Unternehmen in fünf Ländern zu den dortigen Zahlungsgewohnheiten. Jeweils 200 Unternehmen in Bulgarien, der Schweiz, Großbritannien und Ungarn sowie 400 Unternehmen in Deutschland beantworteten Fragen rund um die eigenen Zahlungserfahrungen, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sowie zu den Themenkreisen Informations-, Debitoren- und Forderungsmanagement. Weitere Ergebnisse der Studie gibt es im Internet unter: www.eos-solutions.com/studien.
Die EOS Gruppe
Mit rund 4000 Mitarbeitern in über 20 Ländern ist die EOS Gruppe, ein Unternehmen der Otto Group, eines der führenden europäischen Unternehmen für Financial Services. Die mehr als 40 operativen Gesellschaften der Gruppe sind in den Geschäftsfeldern Informations-, Debitoren- und Forderungsmanagement aktiv und betreuen rund 20.000 Kunden weltweit – von Banken und Versicherungen über das produzierende Gewerbe und den Versandhandel bis hin zu Energieversorgungs-, Telekommunikations- und IT-Unternehmen. Mehr unter www.eos-solutions.com.
Kontakt: Lara Flemming, Head of Corporate Communications, Tel.: 040-2850-1560, E-Mail: l.flemming@eos-solutions.com