Kunde / Vertrieb
+49 40 2850-4176 Nachricht senden
Medien
+49 40 2850-1222 Nachricht senden
Kontaktieren Sie uns

Mit uns kommen Sie nicht nur ins Gespräch, sondern gleich auf den Punkt.

  1. Medien
  2. Studien
  3. EOS Studie "Europäische Zahlungsgewohnheiten" 2016

EOS Studie "Europäische Zahlungsgewohnheiten" 2016

Zahlungsmoral in Europa auf Vorjahresniveau oder leicht verschlechtert

Nachdem sich die Zahlungsmoral in Europa 2015 im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert hatte, lässt sich nun eine Zäsur in der positiven Entwicklung beobachten. 

Das ist ein Ergebnis der EOS Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“, für die das Marktforschungsinstitut TNS Infratest 3.000 Entscheidungsträger aus 14 europäischen Ländern befragt hat.

Der Anteil termingerecht beglichener Rechnungen liegt in Westeuropa durchschnittlich bei 80 Prozent, in Osteuropa bei 74 Prozent. Pünktliche Zahlungen nehmen damit in West und Ost gleichermaßen durchschnittlich um 1% ab. 

Deutsche Kunden sind weiterhin die zuverlässigsten Zahler Europas: 83 Prozent der gestellten Rechnungen zahlen sie innerhalb der vorgegebenen Frist. 

Auch wenn es in puncto Zahlungsmoral in diesem Jahr keine positiven Neuigkeiten gibt, scheint die Zunahme termingerecht beglichener Rechnungen aus dem vergangenen Jahr nun ihre Wirkung zu zeigen. Sowohl westeuropäische als auch osteuropäische Unternehmen fühlen sich aufgrund von Zahlungsausfällen seltener in ihrer Existenz bedroht. 

Während 2015 noch 13 Prozent der westeuropäischen und 15 Prozent der osteuropäischen Unternehmen angaben, dass die aktuelle Höhe ihrer Forderungsausfälle zu einer existenzbedrohenden Situation führt, fühlen sich 2016 nur noch 8 Prozent in West- und 12 Prozent in Osteuropa davon betroffen. Besonders stark fiel der Rückgang in Österreich (minus neun Prozent) und Spanien (minus sieben Prozent) aus. Hier haben sich die Werte mehr als halbiert.

Das Ende einer positiven Entwicklung?

Verlängerte Zahlungsziele in Europa lassen eine zukünftige Zunahme verspätet bezahlter Rechnungen vermuten

Deutschland bleibt in Bezug auf die Zahlungsziele an der europäischen Spitze: Nirgends geben Unternehmen ihren Kunden weniger Zeit ihre Rechnungen zu bezahlen (16 Tage bei Privatkunden, 26 Tage bei Geschäftskunden). 

Nicht überall waren Unternehmen so konsequent. Im Vergleich zum Vorjahr haben viele die regulären Fristen leicht verlängert. Im europäischen Durchschnitt haben Kunden 36 Tage und damit zwei Tage länger Zeit als 2015, um Rechnungen zu begleichen – in Großbritannien sind es sogar vier (2016: 35 Tage), in Ungarn sieben Tage (2016: 38 Tage) länger.

Was kulant erscheint, könnte für Unternehmen zum Verhängnis werden. Denn ein Vergleich der Studienergebnisse der vergangenen Jahre hat gezeigt: Je kürzer die Zahlungsziele, desto besser die Zahlungsmoral. Die aktuell zu beobachtende Verlängerung der Fristen, könnte demnach auf einen zukünftigen Negativtrend hindeuten. 

Schließen EOS nutzt Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service anbieten zu können. Durch die weitere Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies auf Ihrem Computer platzieren und verwenden dürfen. Sie können dies jederzeit mittels der Cookie-Einstellung ändern.Cookie-Einstellung